Mit dem e-book-Reader Lucidor die taz lesen

Die taz bietet seit einiger Zeit die Möglichkeit des Digi-Abo. Die digitale Ausgabe der taz steht in vier Formaten zur Verfügung: als EPUB (E-Book, ohne Digital Right Management), als PDF, als HTML oder in der reinen Textversion als TXT.
Ich habe mir mal eine Testausgabe im EPUB-Format herunter geladen und brauchte nun einen passenden e-book-Reader für meinen Laptop (ich meine die passende Software und nicht die Hardware a la Kindle). Es gibt einige zur Auswahl (siehe hier und hier); ich habe mich für Lucidor entschieden (derzeit Version 0.6), da ich – um damit zu arbeiten – nichts installieren mußte und er das EPUB-Format verarbeitet. Herunter laden, entpacken und los geht es! Schon allein wegen der Infoleiste im Startfenster sollte man Lucidor mal aufrufen! :-)

start_lucidor

Sieht aus, als käme er aus dem Ostblock, ist aber, wenn ich es richtig verstanden habe, aus Schweden (ist also nahe der ehemaligen Sowjetunion).
Ich habe mich nicht für das Debian-Paket entschieden, sondern das zip-Archiv herunter geladen, in einen Ordner (frei nach Wahl) in meinem /home-Verzeichnis entpackt und das war es schon. Gestartet (Lucidor erfordert entweder Firefox 3 (oder 3.5) oder XULRunner 1.9 (oder 1.9.1) – muß installiert sein, bevor Lucidor gestartet werden kann) wird Lucidor aus den entpackten Ordner heraus durch den Aufruf des Scripts lucidor.sh. Die Grafik ist eher spartanisch, aber das ist mir ziemlich gleichgültig, solange die Funktionen stimmen.

Lucidors Features sind

» Liest EPUB e-books.
» Organisiert eine Sammlung von e-books in einem lokalen bookcase.
» Sucht im Web nach e-books und lädt diese dann herunter, z.B. in OPDS Katalogen.
» Konvertiert Web Feeds zu e-books.

Rechts oben in der Startmaske ist der Button File. Über diesen kann man im eigenen Dateisystem suchen. Ich habe mal die taz-Testausgabe aufgerufen – sieht dann so aus (ist nicht im Vollbildmodus, um die Details besser sehen zu können):

taz_lucidor

Dem Vollbild der jeweiligen Zeitungsseite folgt dann jeweils der Artikeltext ohne die Bilder. Den Text erreicht man durch scrollen. Der Text ist sehr gut lesbar, den Font kann man einstellen (über Preferencen in der Listbox des Buttons File). In der Sidebar links kann über die dort aufgelisteten tags ein Artikel direkt angesteuert werden.
In der Leiste über der Zeitungsseite ist die Breiteneinstellung anpassbar; man kann den Text auch in Spalten darstellen lassen, was die Lesegeschwindigkeit erhöht (ich kann zumindest dann schneller lesen). Bei der Spaltendarstellung sind dann in der unteren Bildleiste auch Pfeilsymbole für’s blättern.
Will man das aufgerufene e-book in den bookcase speichern, ist dies schnell und einfach über den oben links aufgeführten Button möglich. Der Pfad für den bookcase kann man über Preferencen individuell konfigurieren.
Schließt man das e-book, merkt sich Lucidor ohne besonderes Zutun die Stelle, an der man zum Schluß war und startet beim nächsten Aufruf dieses e-books an dieser Stelle.
Alles in allem eine kleine, feine Anwendung. Schnell und einfach im Gebrauch. Was ich noch nicht ausprobiert habe, ist das Konvertieren von Feeds zu einem Buch. Werde ich auch mal ausprobieren und dann hier etwas dazu schreiben.

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Ein Kommentar

  1. [...] August hatte ich kurz zu Lucidor etwas geschrieben. Seitdem lese ich damit die taz im EPUB-Format. Jetzt gibt es eine neue Version von Lucidor, die [...]

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