Mandriva – macht nachdenklich
Es rumort in der deutschen Linux-Welt. Auslöser ist das Verhalten der Fa. Mandriva, die trotz Ankündigung nicht nur dem LinuxTag 2009 fern blieb, sondern auch die deutschen Mandriva Usern vor den Kopf stösst. mandrivauser.de, die quasi die inoffizielle Vertretung von Mandriva in Deutschland ist, sind maßlos enttäscht – zu Recht, wenn man den gesamten Ablauf des Geschehens Revue passieren lässt.
Für mich unverständlich, denn es sollte eigentlich klar sein, dass eine Distribution von der Usergemeinschaft lebt. Was daraus wird, bleibt abzuwarten. Sich von Mandriva Linux abzuwenden, wäre aber die falsche Reaktion. Die neueste Version ist gelungen und es wäre auch nicht im Sinne von mandrivauser.de, das Verhalten der Fa. Mandriva der auch massgeblich von der Gemeinschaft entwickelten Distribution anzulasten.
Nachdenklich macht mich dieser Vorgang auch in anderer Hinsicht. Auch Novell behandelte SuSE Linux nicht unbedingt immer wie ein Lieblingskind und es bleibt zu hoffen, dass das mit openSUSE besser läuft. Ubuntu wird vom Unternehmen Canonical Ltd. gesponsert, hinter der der südafrikanischen Unternehmer Mark Shuttleworth steht. All diese Distributionen haben viel für die Entwicklung und Verbreitung von Linux getan und ohne diese Firmen wäre Linux sicher nicht so erfolgreich auch im Desktopbereich. Aber es besteht auch eine nicht zu unterschätzende Abhängigkeit von diesen Firmen bzw. den Personen, die dahinter stehen, und insoweit kann eine starke Gemeinschaft, die sich auch aktiv um die Distribution kümmert, nicht hoch genug eingeschätzt werden. Damit ist Linux groß geworden und davon lebt auch die Open Source- und Free Software-Gemeinschaft.










[...] manpath.de: Otium macht sich Gedanken über die Beziehung zwischen Firma und Community [...]